wen und kin
131 Dank ſie ſich bei der Nit⸗ und Nachwelt 5
worben hatten. Angilmann, der den ueber⸗ 3
fall und das Gefechthgeleitet hatte, trat jett vor, nahm den Helm vom Haupte und ſagte Freunde und Waffengefährten! laßt uns, ehe wir das Weitere unternehmen, dem Herrn uͤber Leben und Tod, der gnädig ſich unſerer er⸗ barmte, und den Sieg in unſere Hände gab, vereint unſern Dank darbringen. Entbloͤßt
Eure Haͤupter und betet.“ Der Befehl des
Anfuͤhrers wurde willig vollzogen. Es war ein ruͤhrender, herzerhebender Anblick, als die
Buͤrger geraͤuſchlos und feierlich ihren Dank in 8 prunkloſen Worten darbrachten.§
„Nun,“ nahm Angilmann nach Beendi⸗ gung dieſer Scene das Wort, ſey es unſere erſte Pflicht, fuͤr die Verwundeten zu ſorgen, und wo Rettung noch moͤglich iſt, das Zweck⸗
maͤßigſte thun.“ Er blickte hierauf nach dem
Schlachtplatze und ſprach mit großer Ruͤhrung
indem er eine Thräne im Auge zerdrückte; es 2 iſt ein theurer Sieg! er hat eine Menge Witt⸗ loſe Väter gemacht; doch dem


