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und Anna, ihre Hand haltend, in lautes Schluchzen ausbrach, ſagte Maria, ſich naͤhernd:„Kennt. ihr mich denn gar nicht mehr, Schweſtern? war ich denn je ungehorſam? Ihr wollt nicht: das iſt mir genug. Seyd nur wieder gut!“ Da fiel Anna ihr um den Hals, Eliſabeth richtete ſich neu belebt auf, und reichte ihr die Hand.„Seyd nur ruhig, liebe Schwe⸗ ſtern,“ ſagte Maria:„ſchlaft recht ſanft; ihr wißt ja, was ich verſpreche, halt' ich,“... wie Georg, haͤtte ſie beinahe hinzugefuͤgt; ſie dachte es aber nur, und ging ſchnell auf ihre Kammer.
Des andern Tages, bei dem Mittagseſſen, wo freilich niemand aß, ſagte Eliſabeth zu Anna:„Du wirſt wol heute dem Wachtmeiſter ſagen muͤſſen, daß er nicht mehr in's Haus kommen darf.“—„Er⸗ laubt, daß ich es ihm ſage,“ bat Maria,„gönnt mir und ihm den einzigen Troſt.“ Es wurde ſtillſchwei⸗ gend bewilligt. Als gegen Abend Georg kam, gin⸗ gen beide aͤltere Schweſtern in das Gaͤrtchen. Ma⸗ ria reichte ihm mit herzlicher Freimuͤthigkeit die Hand, und antwortete auf ſeinen: Guten Abend!„Jeder Tag, und jeder Abend, an dem man nicht un⸗ recht thut, iſt gut, nicht wahr, lieber Georg?“— „Ja wohl,“ ſprach er;„doch wie kommen Sie mir vor, liebſte, beſte Maria! ſo blaß und verweint?“... „Nur ſo ein wenig,“ ſagte ſie, ſchmerzlich laͤchelnd. „Setzen Sie ſich hieher, zu mir; es iſt ja zum letz⸗


