Druckschrift 
Erzählungen / von Josephine von Perin, geb, Freyin von Vogelsang ; mit einem Kupfer von Ludw. Schnorr und Fr. Rosmäßler
Entstehung
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einmal vor dem Schlafengehn zu ihnen:Jetzt könnte ich euren Wunſch erfullen und heirathen, denn ich habe den rechten Braͤutigam gefunden. So? ſprach Eliſabeth erſtaunt, aber recht freund⸗ lich,das iſt ja recht ſchoͤn! Welcher Buͤrger hat denn um dich angehalten, und durch wen denn, mein Kind?Angehalten hat eigentlich keiner um mich, ſprach Maria;aber wir lieben einan⸗ der ſchon lange, und ſo möchten wir ſehr natuͤrlich heirathen.Doch, wie haſt du uns ſo etwas verbergen können? fragte Anna.Mein Gott! ich habe nichts verborgen, ihr wollt nur nicht ſehn Gott ſteh' uns bei! du wirſt doch nicht den Dra⸗ goner meinen? rief Anna.Iſt er denn nicht zum Liebhaben? entgegnete Maria. Da, zum erſten Male in ihrem nicht kurzen Leben, verloren beide aͤltere Schweſtern die Faſſung.O du barm⸗ herziger Himmel! einen Soldaten heirathen! O du unglückliches, von Gott verlaſſenes Kind! Die Schande! die Schande! Daß ſo ein ungluck uns treffen mußte! Das bringt mich unter die Erde. Dabei ſahen Beide leichenblaß aus, und zitterten am ganzen Leib. Maria, die einen hef⸗ tigen Auftritt nie erlebt hatte, die ihre Schweſtern eindlich liebte und ehrte, ſtand gebrochenen Herzens ſtumm und regungslos da. Als aber Eliſabeth, die einer Ohnmacht nahe war, ſich auf's Bett geworfen,