Druckschrift 
Erzählungen / von Josephine von Perin, geb, Freyin von Vogelsang ; mit einem Kupfer von Ludw. Schnorr und Fr. Rosmäßler
Entstehung
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ſeine üͤbermaͤßige Liebe zur Mamſell Marie, die, wenn ſie es auch noch nicht war, boch einmal ſeine Braut werden konnte. Maria offnete ſchon den Mund, ihn eines Beſſern zu belehren; aber Anna ge⸗ bot ihr ſehr ernſtlich, zu ſchweigen, und ſagte:Da hätten Sie ganz ihren Zweck verfehlt, Herr Seba⸗ ſtian, denn wir mogen nicht einmal Umgang pflegen mit einem Menſchen, der unrechtes Gut beſitzt. Sie geben Ihrem Bruder, was vor Gott und Menſchen ſein gehort, oder meiden unſer Haus.Sie kennen meinen Bruder wenig, entgegnete Seba⸗ ſtian,er nimmt nichts mehr an; ſeine Dragonerpa⸗ role geht ihm uͤber alles.Sein Wort hält er, dafuͤr ſteh' ich! rief Maria.So gibt es noch ein Mittel, Ihr Gewiſſen zu erleichtern, meinte Anna,ſchenken Sie die Hälfte ihres Vermögens den Nothleidenden unſerer Stadt; es gibt deren ge⸗ nug. Sebaſtian ſchwieg, trocknete ſich den Schweiß von der Stirne, ſchielte heimlich nach Marien, ſah ſich verſtohlen im Zimmer um, denn er ſchaͤtzte im Geiſte die Einrichtung darin, und was er ſonſt von dem Eigenthum der Schweſtern kannte: endlich ſtand er auf, verbeugte ſich, und ging.Wahrhaß⸗ tig, ſagte Eliſabeth,wir muͤſſen dich um Ver⸗ zeihung bitten, Kind, daß wir dir dieſen Menſchen zum Manne geben wollen.Häͤtt' ich ihn doch ſelbſt nicht fuͤr ſo ſchlecht gehalten, erwiederte Ma⸗

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