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wartete lange vergebens auf ein Wort, auf einen Blick. In ſeiner Herzensangſt ſagte er:„Ich haͤtte ſo eine Kleinigkeit mitgebracht fuͤr meine liebe, kunf⸗ tige Schwaͤgerin; aber ſie wird wol nichts von mir annehmen wollen.“—„Wer iſt Ihre Schwägerin?“ fragte Maria, faſt auffahrend.—„Diejenige,“ ſagte Georg truͤbe lächelnd,„die meines Bruders Frau wird.“—„Und wer denkt daran, Ihren Bruder zu heirathen?“—„Sie, mein' ich, liebe Mamſell Ma⸗ rie.“—„So wollen auch Sie mich zwingen, Ih⸗ ren Bruder zum Mann zu nehmen?“ rief Ma⸗ ria, muͤhſam nur das Weinen unterdruckend;„aber das iſt Alles umſonſt: ich werde ihn nicht nehmen; lieber ſterben, als“.. Es wurde heftig an die Thuͤr geklopft, und beinahe im ſelben Augenblick wurde ſie raſch aufgemacht; es war Georgs Haushaͤlterin, die ſich vor Wehmuth und Aerger nicht faſſen konnte. „Ich muß meinen Herrn ſprechen,“ rief ſie,„ich kann nicht helfen, ich muß ihn ſprechen! ich muß ihn auszanken! ich muß ihn fußfallig bitten“„Du biſt nicht geſcheut,“ ſprach Georg, der etwas merkte, „wir werden zu Hauſe mit einander reden; hier iſt nicht der Ort dazu.“—„Nein, hier zur Stelle, vor der Mamſell, die es nicht uͤbel nehmen kann. Iſt es wahr, iſt es moͤglich, daß Sie Ihrem Bruder Al⸗ les laſſen wollen, daß Sie Ihr Leben lang arm blei⸗ ben wollen, damit er“..„Schweig doch, Alte!“


