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konnte; ſie nahm ihren Platz an ſeiner Seite wieder ein.„Liebe Marie,“ ſagte er nun ernſt,„glauben Sie mir, ich bin kein ſchadenfroher Teufel, und kann mich nicht daruber freuen, daß ich, und wenn er es auch noch ſo ſehr verdiente, einem andern Menſchen etwas angethan. Ich lachte nur uͤber meinen Bru⸗ der, von dem Sie gewiß die Geſchichte erfahren ha⸗ ben, und der das erſte Mal, als er ſie hoͤrte, ſchnell nach ſeinen beiden Ohren griff, zu fühlen, ob ſie noch ſäßen. Es verhaͤlt ſich die Sache ſo: Nach einer
blutigen Schlacht retirirte die kaiſerliche Armee. Mein Regiment machte die Arriere-Garde. Auf einmal
ſah ich einen infamen Hund von einem Kanonier, der einen armen Bleſſirten von der Kanone, auf der er halb ſterbend lag, herabriß und ſeitwärts auf die
traße hinwarf, mit den Worten:„Der macht es nicht mehr lange, und die Pferde ziehen ohnehin ſchon ſchwer genug.“ Der Bleſſirte aͤchzte und ſah mich an, ſo daß es einen Stein haͤtte erbarmen muͤſſen⸗ Ich rief dem Kanonier zu: er ſolle ihn wieder aufla⸗
den; der weigerte ſich, und wurde obendrein grob;
da zog ich den Säbel, hieb nach ihm, und ſein Ohr war herunter. Er blutete und heulte; die Offiziere kamen herbei, der Kanonier bekam einen Verweis, und wurde verbunden. Der Bleſſirte kam wieder auf
ſeine Kanone, und als wir in die Winterquartiere
einruͤckten, kam ich auf drei Monate in Arreſt. Doch


