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Erzählungen / von Josephine von Perin, geb, Freyin von Vogelsang ; mit einem Kupfer von Ludw. Schnorr und Fr. Rosmäßler
Entstehung
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geſehn, der für die alten Weiber ſo gut dächte. Ich bin darum den jungen nicht weniger hold, ſagte Georg laͤchelnd;aber ſehn Sie, liebe Mamſell 3 Marie, wenn ich ſo ei altes Mutterchen ſehe, fällt mir immer ein: ſw ait wäre deine Mutter auch, wenn ſie noch lebte: und da ging' ich für jede in's Feuer.Sie ſind doch ein ſeltſamer Menſch, ſagte Maria, ſich verſtohlen die Augen trocknend, ſo gut, und ſo boͤſe! Das ſind wol, mein' ich, alle Menſchen, ſagte Georg;die Beſten ſind nicht immer gut, und bewahre Gott! daß ich mich zu den Beſten zaͤhle.Aber... aber, ſagte Maria, keine Gottesfurcht! nicht in die Kirche gehn! Zürnen Sie mir immer noch dafuͤr? Sie thun nicht recht daran; denn Sie allein tragen die Schuld. Ich!Ja, weil Sie in die Kirche gingen. Und das hinderte Sie...Freilich; denn man ſoll nicht in die Kirche gehn, um ein ſchoͤnes Mäd⸗ chen anzuſchauen. Maria wurde uͤber und uͤber

roth; in ihrer Verlegenheit ſtotterte ſie ſchnell her⸗

aus:und.. und... Ohren abſchneiden! Ohren abſchneiden! das iſt doch wahrlich zu arg! Ge⸗ org lachte laut auf. Maria, auf's hochſte entruͤſtet, ſtand auf und wollte gehn. Aber Georg hielt ihre Hand feſt, die Luſt zu lachen war ihm vergangen; er bat zu bleiben, mit ſo wehmuͤthigem Blick, mit ſo ſanfter Miene, daß Maria es ihm nicht abſchlagen