als Inwohner waren zur nachmittäͤgigen Andacht in der Kirche verſammelt.„Wir wollen uns auch einen Segen holen,“ ſagte Eliſabeth, und ging den kleinen Huͤgel hinan, auf welchem die Kirche ſtand. Alle folgten, Georg ausgenommenz er lagerte ſich, am Fuße des Huͤgels, in das blumige Gras, nahm den Hut herunter, als es zum Segen klingelte, und trat ſehr heiter zu den Uebrigen, die nun bald wieder den Huͤgel herab kamen. Doch er wurde von Allen, ſo⸗ gar von Maria mit einem ſſtrafenden Blick empfan⸗ gen. Man hatte ihn in der Kirche vermißt:„die Soldaten ſind ja uͤberhaupt ein gottloſes Volk,“ hatte Sebaſtian mit Achſelzucken zu Maria geſprochen. Sie that anfangs ſehr ſprode mit dem Dragoner, konnte aber dennoch nicht lange ſeinem freien und zugleich beſcheidenen Weſen widerſtehn. Ueberall war es nun laut geworden; in einer Tenne wurde getanzt. Zwei Geigen kreiſchten unter dem Strich kräftiger Faͤuſte laut genug, um jedes andere Inſtrument ent⸗ behrlich zu machen. Georg war ſeinem blöden Bru⸗ der zuvorgekommen, und tanzte mit Maria. Seba⸗ ſtian erinnerte umſonſt an das Bruſtubel, an den Bluthuſten, der folgen konnte.. Georg lachte, ſchwang ſeine Tänzerin hoch in die Luft, und drehte ſich wei⸗ ter mit ihr im Kreiſe. Sebaſtian tanzte abwechſelnd bedaͤchtig und gravitätiſch mit den aͤltern Schweſtern.
Auf einmal erſcholl der Schreckensruf: Feuer! Feuer! 3


