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Erzählungen / von Josephine von Perin, geb, Freyin von Vogelsang ; mit einem Kupfer von Ludw. Schnorr und Fr. Rosmäßler
Entstehung
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die Augen trat, und ſie es verbergen wollte: oft nach dem luſtigen Schwank, bei dem ſie ſich vor Lachen

geſchuͤttelt hatte, auf einmal ſtill, in ſich gekehrt und

wehmuͤthig mehrere Minuten lang vor ſich hinſehend.

Die Schweſtern aber horten ihr diesmal nur zer⸗

ſtreut zu, muͤhſam ihre Ungeduld bezaͤhmend, und den

Augenblick der doppelten ueberraſchung erwartend.

Endlich ſprach Eliſabeth, auſſtehend, um das offene

Fenſter zuzumachen:„Es ziehen ſich die Wolken

zu einem Gewitter zuſammen; ſieh doch, Mariechen,

3 ob das Fenſter deiner Kammer zu iſt, und vergiß nicht,

den Canarienvogel herein zu nehmen.“ Maria war mit

zwei Sätzen auf ihrer Kammer, und kam im Fluge

zuruͤck.„O ihr guten, lieben, gar guten Schwe⸗

ſtern!“ rief ſie, und fiel eine nach der andern um

den Hals,„ſoll denn kein Tag voruͤber gehn, ohne

daß ihr mich beſchenkt? Wie oft hab' ich's ſchon

geſagt! Gott hat mir eine Mutter genommen, und

zwei gegeben.“—„Ja! das iſt wahr,“ ſagte Eliſa⸗

beth,„du haſt an jeder von uns eine Mutter, liebes

Kind; aber die Geſchenke ſind diesmal nicht von den

Muͤttern.“—„Von wem denn?“—„Von Herrn

Sebaſtian.“—„Von dem?.. ſeht, weil ihr es nicht

ſeyd, ſo wollt' ich, daß die Taube zum Fenſter herein geflogen, und der Roſenſtock ſo aus meinem Tiſche herausgewachſen waͤre. Ich kann niemanden als euch von Herzen dankbar ſeyn. und was fůllt