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ſpazieren gehn, und andere Maädchen beſuchen. Sie fühlten uͤberhaupt, das Mariens ganzes Weſen et⸗ was Andres fodere, als das Loos, womit ſie ſo wil⸗ lig vorlieb nahmen. Schon daß das Maͤdchen mehr Freude äußerte uber eine aufgebluͤhte Roſe, als uͤber einen recht feſten Krautkopf, war Beweis genug da⸗ fuͤr. Dieſe Ueberzeugung und der Wunſch, Haus, Garten und Wieſe moͤchten nicht einſt in fremde Hände fallen, machte beide ältere Schweſtern ſehr ge⸗ neigt, Maria zu verheirathen; auch glaubten ſie ſchon, den gefunden zu haben, der fuͤr das Maͤdchen wie fur das ganze Verhältniß paßte. Sebaſtian, obwol nur um wenig Jahre aͤlter als Maria, war ſchon Herr des größten und ſchönſten unter den achthun⸗ dert oder achthundert funfzig Haͤuſern, welche die Stadt zählte; er hatte ein einträgliches Gewerbe, das er gut verſtand und fleißig betrieb; er trank nie ein Glas Wein außer dem Hauſe, und nie eines uber den Durſt; er wußte genau die Zahl ſeiner Hemden, Roͤcke, Struͤmpfe und anderen Kleidungs⸗ ſtuͤcke; es konnte ihm nicht das kleinſte Stuͤck von ſeinem Hausgeraͤthe abhanden kommen, ohne daß er es alſogleich vermißte: kurz, Sebaſtian war unter den jungen Maͤnnern der Stadt der reichſte, der ordent⸗ lichſte, und, wie Viele fanden, auch der huͤbſchſte. Er ging indeſſen nun ſchon durch einen ganzen Sommer aus und ein in dem Haus; er war die erſte männ⸗


