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183 Allen lngſt verhaßt gemacht: bei den Reichen durch Stolz und Neid, bei den Armen durch Geiz und Härte. Die ſchwarze Mordthat empoͤrte nun Aller Gemuther; viele rotteten ſich zuſammen, man wollte ſie ſuchen, und wo man ſie fände, zur Stelle beſtra⸗ fen; ja einige Stimmen erhoben ſich, und riefen: „In die Grube mit ihr! man ſtoße ſie hinab, wie ſie das unſchuldige Kind hinabgeſtoßen: ſie holt fuͤrwahr kein Engel aus dem Abgrund!“ Schaudernd hatte Hans das wilde Geſchrei vernommen, und ſich mit ſeiner Familie in die entlegenſte Kammer ſeines Hau⸗ ſes eingeſchloſſen. Nach mehreren Stunden der ban⸗ gen Erwartung hörte er im Vorhauſe die Stimme des Pfarrers, und ging, Heinrich an der Hand, ihm ent⸗ gegen. Der ehrwuͤrdige Mann nahm den Knaben in ſeine Arme, kußte ihn, und weinte Freudenthraͤnen uͤber ihn, dann ſprach er zu Hans:„Ihr habt auch dafur Gott zu danken, daß die ungluͤckliche Verbre⸗ cherin entwichen iſt, man hat ſie vergebens in allen umliegenden Feldern, Gärten und Waͤldern geſucht. Die Wuth des Volkes, das ſie im erſten Augenblicke gewiß nicht verſchont haͤtte, tobt nun minder furcht⸗ bar, und ich will das Meinige thun, den boͤſen Geiſt der Rache gaͤnzlich zu vertreiben; indeſſen glaube ich nicht, daß Marthe je dieſen Boden wieder betreten wird.“—„So wuͤnſch' ich,“ ſprach Hans,„und daß Gott ſich ihrer erbarme, und ſie nicht ohne Reue


