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die Terraſſe, wo die Frauen unter Blumen noch weilten. Alles an dieſem Abend vereinigte ſich, An⸗ gela's Liebreiz zu erhohen. Sie hatte vor Bianca einige andere edle Venetianerinnen beſucht, und war im Anzuge ihres Standes. Schwarzer Sammet ſchmiegte ſich feſt an den jugenblichen Buſen und
wallte dann in großen, herrlich gebrochenen Falten zu den zarten Fuͤßen hinab. Durch den ſchwarzen Spitzenſchleier ſchimmerte das Gold der blonden Lo⸗
cken, von der Juwelen Pracht gekront, und das liebliche Antlit, deſſen zarte Blothe die angenehme Fuͤhle des milden Herbſtabends heller röthete, ſtrahlte, ſelbſt ein Juwel, aus der dunkeln Umgebung hervor. Ach, und uͤber die ganze herrliche Geſtalt ergoß ſich noch verklaͤrend, als Scipio nahete, der Zauberglanz begluͤckter Liebe.— Armer verlorner Carlo!— Er trat zu ihr—— Himmelsluſt und Hoͤllenqual ran⸗ gen in ſeiner wunden Bruſt. Sein ſcheues Auge ſuchte das ihre, und begegnete dem ruhig heitern Blicke der ſichern Unſchuld; ſein Innerſtes erſtarrte. Sie, die er ſeit dem erſten Erblicken in ſeinem glů⸗ henden Herzen getragen, vor deren ihm allgegenwaͤr⸗ tigen, angebeteten Bilde er oft, bald weinend, bald ſelig lächelnd, in ſchlafloſen Nichten knieend lag, ſie ſtand ihm jetzt ſo nah, daß er wonneſchauernd ihren Athem fuhlte, und behauptete ihre Unbefangenheit. — O weißt du es nicht, füͤhlſt du es nicht? rief


