Teil eines Werkes 
1. Band, Wohlauf, nach Westen! : 1. Theil (1837)
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nichts angenehmeres, als Staunen, Verwunderung, Freude, Schmerz, kurz irgend eine heftige und ergreifende Empfin⸗ dung zu erregen Alles iſt ihnen einerlei, wenn ſie nur die Leidenſchaften in Thätigkeit bringen. Gleichgültigkeit ſetzt ſie in die unausſtehlichſte Unruhe. Deswegen hatte Frau Judith ganz beſondere Freude daran, Virginia Alles mitzutheilen, was dazu dienen konnte, ihren Arg⸗

wohn, ihre Zweifel an Rainsford zu vermehren, denn

ſie ſah, daß dies das tiefſte und ſchmerzlichſte Intereſſe in ihr hervorrief.

Sie begann, wie gewöhnlich, mit ihrem ewigen her⸗ gebrachten Geſchwätz von der Schlechtigkeit dieſer Welt, der Hinneigung derſelben zum Scandal u. ſ. w., und enthüllte endlich nicht nur Alles, was ſie gehört hatte, ſondern auch das, was ihre Einbildungskraft der Unter⸗ haltung zwiſchen Rainsford und Meiſter Zeno zufügte, wobei ſie am wenigſten verſäumte, der großen Geld⸗ ſumme zu vergeſſen, welche der Erſtere ihrem Manne gegeben hatte, um das Geheimniß zu bewahren.

Wenn es kein ruchloſes, abſcheuliches Geheimniß iſt warum ſucht er meinen Zeno zu beſtechen, es für ſich zu behalten? Ach, o weh! In welch einer ſchlech⸗ ten Welt in welch einer ſcandalöſen Welt leben wir!

Arme Virginia! In welcher Lage warſt du, und

welchen Kampf hatteſt du zu beſtehen, um in den Falten deines unſchuldigen Herzens die giftige Natter, wenn