Als wir uns vor einigen Jahren mit einem Kauf⸗ mann aus Miſſouri unterhielten, bekamen wir zufallig Nachrichten von unſerm alten Freunde Buſchfield. Es ſcheint, daß er, wie die Fluth der weißen Bevölkerung vorwärts brauſte, ſich der untergehenden Sonne zuwandte, und ſich zuletzt irgendwo in der Nähe eines unſerer ent⸗ legenſten militäriſchen Poſten am Miſſouri niederließ, wohin er häufig kam, um Wild und Häute gegen Pulver, Blei und anderes Unentbehrliche zu vertauſchen. Sein üppiges Haupthaar war ſo weiß wie der getriebene Schnee geworden; ſein kuhnes, ſcharfes, dunkelbraunes Auge hatte noch, obgleich es tief in ſeine Höhle getreten, ſeinen wil⸗ den, entſchloſſenen Ausdruck, und ſeinen Körper trug er noch grade, wie ein Pfeil iſt. Sein Jagdgebiet war an den Grenzen jener ausgedehnten Ebenen, wo der Büffel noch weilte, und ſein großer Jammer beſtand darin, daß er in dieſem Moorrevier, wo es kein Echo gab und wo die Töne nie zurück gegeben wurden, ſondern ſich in der unendlichen Hede des Raumes verloren, ſeinen Hund
kaum bellen oder ſein Gewehr losgehen hörte.
„Eines Morgens vermißte man ihn,“ hieß es; ein zweiter Morgen kam und ein dritter, und er zeigte ſich nicht. Dies war nicht auffallend, denn er war oft ganze Wochen abweſend. Kurz darauf aber fand ihn eine Geſellſchaft Jäger aus dem Fort aufrecht an einem Baume ſitzen, ſeine Büchſe zwiſchen den Knieen und den Lauf an die Schulter gelehnt. Er hatte ſeinen letzten Schuß gethan,


