Teil eines Werkes 
2. Band, Wohlauf, nach Westen! : 2. Theil (1837)
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ich dich nicht fürchte, ſo hoffe ich doch, du erlaubſt mir, dich zu verehren.

O, ganz gewiß, vorausgeſetzt, daß du mich nicht be⸗ handelſt, wie die Verehrer von Götzenbildern ihre hölzer⸗ nen Gottheiten behandeln, wenn ſie ihre unvernünftigen Wünſche nicht erfüllen.

Das Horn, welches gewöhnlich geblaſen wurde, um die Arbeiter zu dem Nittagmahle zu rufen, ertönte jetzt fern und weit, und ſie kehrten, der vorgerückten Zeit ſich erinnernd, leichtern Schrittes und leichtern Herzens, als ſie gekommen waren und als ſie ſich lange gefühlt hatten, nach Hauſe zurück.

An einem gewiſſen Weihnachts⸗Abend, als Virginia eben ihr zwanzigſtes Lebensjahr, welches ſie in den Beſitz eines, wie Rainsford jetzt zum erſten Male hörte, ſchönen Vermögens brachte, das ihr, als ſie kaum Ein Jahr alt war, eine Tante hinterlaſſen hatte, ward das liebliche und gleich der erſten Frühlingsblume reine Weſen mit ihrem Herzen, das alle Kleinodien des perſiſchen Diadems werth war, Rainsford's Gattin. Wir enthalten uns, ihre Klei⸗ dung, ſo wie die des Bräutigams zu beſchreiben, denn wir fürchten, Beide möchten an Schnitt und Stoff gar unmo⸗ diſch erſcheinen. Man hat uns im Vertrauen berichtet, das Kleid der Braut habe nicht mehr als zwölf Ellen Muslin enthalten, und die einſchlägigen Künſtler, deren Autorität wir nicht bezweifeln, verſichern uns, dies ſei ein Drittheil weniger, als eine vernunftige Frau, worunter ſie