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D Virginia, möge der Himmel dich ſegnen. Aber wie,
wie war es möglich?“
„Du vergiſſeſt,“ ſagte ſie beſcheiden,„wer und was ich bin. Ich nenne mich eine Tochter von Alt Kentucky. Du vergiſſeſt, daß zur Zeit unſerer Einwanderung hier die Gefahr, gleich der Peſt, bei Tageslicht und im Dun⸗ kel durch dieſe Wälder wandelte; daß wir uns nie Nachts zur Ruhe legten, ohne erwarten zu müſſen, vor dem Morgen durch das Mordgeſchrei der Indianer geweckt zu werden; daß wir, ganze Jahre hindurch, keine Stunde auf den Beſitz des Lebens rechnen konnten; und daß ich, ja, Rainsford, ich und meine theure Mutter mehr als einmal an der Seite des Gatten und des Vaters ſtanden, wenn die Wilden ſich näherten, um Feuer an unſere Wohnung zu legen, und die Flinten luden, welche er und ſeine Leute auf die gemahlten Krieger abſchoſſen. Du ver⸗ giſſeſt, daß wir mit dem Tode vertraut geworden und daß der Fleck, auf welchem wir ſtehen, ein Theil„des düſtern und blutigen Landes“ iſt. Fürchteſt du dich nicht, daß ich dieſer Tage das Gewehr auf dich anlege?“ ſetzte ſie ſcher⸗ zend hinzu.
„Beim Himmel, nein! Ich fürchte nur, mir würde immer, wenn ich dir nahe komme, zu Muthe ſeyn, wie dem Fuchſe in Gegenwart des Löwen!“
„O ja, ich danke dir. Aber erinnerſt du dich auch, wie bald der Fuchs ſich darüber wegſetzte?“
„Nun, nun, meine ſüßeſte, beſte Virginia, obgleich


