Teil eines Werkes 
2. Band, Wohlauf, nach Westen! : 2. Theil (1837)
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Da ſie ſich einigermaßen ihrer Angſt und Beſorgniß überhoben fühlte, nahm ſie die Gelegenheit wahr, Leonard über die Einzelnheiten in Bezug auf das Aufflnden Rains⸗ fords auszufragen. Er verſchonte ſie mit der Erzählung des ergreifendſten und herbſten Theils und begnügte ſich, ihr blos mitzutheilen, er ſei in großer Fieberhitze und Er⸗ regung in das Dorf gekommen, ohne daß Jemand wußte, woher. Während des ſehr langſamen und zögernden Fort⸗ ganges ſeiner Wiedergeneſung kam Pater Jacques, wei⸗ chem die Familie Dangerfield die Geſchichte des Kranken vertraut hatte, faſt jeden Tag zum Beſuche und unterhielt ſich mit ihm über Geiſteskrankheiten, ohne ahnen zu laſſen, daß ſeine Reden in irgend einer Weiſe auf ihn angewen⸗ det werden könnten. Er verwebte eine vernunftgemäße Philoſophie in eine vernunftgemäße Religionsanſicht, nahm häufig Gelegenheit, ihn zu mahnen, ſich nicht dem Glau⸗ ben an Ahnungen und Vorgefühlen, welcher wirklichem Unglück noch all das Elend der Furcht und Beſorgniß hinzufüge, ohne uns in den Stand zu ſetzen, ihm auszu⸗ weichen oder es zu lindern, am wenigſten aber der ſoge⸗ nannten Religionsſchwärmerei hinzugeben, dieſer furchtbaren Quelle unſäglicher geiſtiger Schrecken und Schauerthaten.

Wenn ſich ruhige, leidenſchaftloſe Vernunft und echte Frömmigkeit verbinden, iſt ihre Gewalt unwiderſtehlich. Pater Jacques ſuchte ihn weder durch Spitzfindigkeiten zu verwirren, noch klügelte er mit ihm über Glaubens⸗ lehren, ſondern er verweilte bei Gegenſtänden der prak⸗