rere kleine Mittel vor, um den Funken wach zu erhalten, bis die Natur Zeit gewönne, die Kräfte zu ſammeln und ihre Thätigkeit wieder aufzunehmen.
Mehrere Tage war es ein Kampf zwiſchen Leben und Tod, zwiſchen Zeit und Ewigkeit; und es iſt nicht zu viel geſagt, wenn wir behaupten, daß er während dieſer Tage ſein Leben der ſteten, angeſtrengten Sorgfalt Virginiens verdankte. Sie verließ ihn nie; ſie war es, welche ihm die ſtärkenden Mittel, die Pater Jacques verordnete, Tropfen um Tropfen reichte; ſie war es, welche auf jede Bewegung, die von Schmerz oder Unbehaglichkeit zeugte, Acht gab; ſie war es, welche ſein Kiſſen legte und ſein Haupt bequem bettete; ſie war es, welche, ſich über die kleinlichen Zierereien erhebend, welche oft das edelſte aller Weſen, das Weib, verunſtalten, vor nichts zurückbebte, was nach ihrem Erachten zu ſeiner Erleichterung beitra⸗ gen, ſeine Geneſung befördern konnte. Zuweilen verſuchte er, ihr etwas zu ſagen, ihr zu danken— aber ſie brachte ihn augenblicklich zur Ruhe, indem ſie erklärte, ſie würde ihn ſonſt verlaſſen. Obgleich er aber nicht ſprach, folgte ihr ſein Auge doch, wohin ſie ging, und ſein Herz war ganz Dankbarkeit und Liebe.
Wie ſeine Kräfte allmählig zunahmen, begann Vir⸗ ginia, ſich mehr und mehr zu entfernen, oder ſein Gemach nur in Geſellſchaft ihrer Mutter zu beſuchen. Er machte ihr Vorwürfe deshalb und wünſchte faſt dem Tode wieder näher zu ſeyn, um ſie öfter in ſeiner Nähe zu ſehen.


