Teil eines Werkes 
2. Band, Wohlauf, nach Westen! : 2. Theil (1837)
Einzelbild herunterladen

„Ich bin Euch für Eure Güte dankbar, aber dieſer junge Mann iſt kein Katholik.“

„Gut, daran liegt nichts,“ ſagte Pater Jacques, wie man ihn nannte:—„wir können deswegen doch mitein⸗ ander beten. Weichen wir auch in einigen Dingen ab, ſo gibt es andere, welche tauſendmal wichtiger ſind, und in denen wir alle übereinſtimmen. Ich bin ein geborner Franzoſe, habe aber lange in dieſem freundlichen, duldſa⸗ men Lande gelebt und bin nicht durch Verfolgung zur Frömmelei genöthigt, oder durch die Macht, Andere zu verfolgen, dazu verleitet worden. Ich kann ihm wenig⸗ ſtens kein Leid thun und dürfte ihm vielleicht nützlich werden. Erlaubt mir, ihn zu ſehen, ich bitte Euch. Es iſt kein anderer Geiſtlicher in der ganzen Umgegend.“

Der gute Greis erhielt die Erlaubniß und trat in das Gemach, wo Rainsford lag, der jetzt erwacht und im Beſitz ſeiner Beſinnung, aber ſo ſchwach war, daß ſein Leben nur an einem dünnen Fädchen hing. Obgleich Pater Jacques nur obenhin von ſeiner Geſchicklichkeit ge⸗ ſprochen hatte, beſaß er doch ausgebreitete Kenntniſſe, und eine lange Erfahrung, die er als Miſſionär unter weißen und rothen Menſchen geſammelt, ſtand ihm zur Seite wirklich war er vielen anerkannten ausübenden Aerzten weit überlegen. Er ſah ſogleich ein, daß die Schwäche des Körpers und des Geiſtes allein jetzt beſiegt werden müſſe. Die Krankheit hatte beide von Allem, dieſe Schwäche ausgenommen, frei gelaſſen. Er ſchrieb meh⸗