Teil eines Werkes 
2. Band, Wohlauf, nach Westen! : 2. Theil (1837)
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Virginia, es iſt Wahnſinn in meinem Blute und Stamme.

Wahnſinn? O Gott! Wahnſinn?

Seid ruhig! Vorerſt iſt noch keine Gefahr! Ich werde Euch nichts thun, liebes, gütiges, edles Weſen, obgleich Ihr mich für einen Mörder hieltet.

Habt Ihr es nicht eingeſtanden?

Nie, bei meiner Seele. Aber ich durchſchaue jetzt den Grund Eures Irrthums und werde ihn entfernen, wenn Ihr meine Geſchichte ruhig anhören wollt.

Ich bin der letzte meiner Familie und kann mich deſſen nur freuen, denn wenn ich dahin bin, wird ihr Name und Andenken für immer in dem Schutte ihrer unglücklichen Trümmer begraben ſein. Virginia! Vir⸗ ginia! Ich habe etwas begonnen, das, wie ich fürchte, den unglücklichen Augenblick veſchleunigen wird, welcher meine Phantaſie jeden Augenblick meines Lebens verfolgt.

Gebt mir nur die feierliche Verſicherung, daß Ihr unſchuldig ſeid, und ich erlaſſe Euch alles Andere.

Nein, nun ich es über mich gebracht, zu beginnen, ſoll Euch auch Alles enthüllt werden. Ich habe geſagt, ich ſei der letzte meiner Familie; dies aber iſt das Schick⸗ ſal von Tauſenden ein gewöhnliches Geſchick, nicht werth, daß man davon ſpricht, daran denkt. Alle Men⸗ ſchen ſterben; alle Geſchlechter, Namen, Familien, Natio⸗ nen, die vielen Nillionen des Univerſums, alle ſchwin⸗ den dahin; aber zu ſterben, wie die Meinigen geſtorben