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dieſer rechtzeitigen Rettung vor dem Tode der Schande vorausgegangen waren.
Der gegenwaͤrtige Wohnſitz Miriams hatte zu viele ſchmerzliche Erinnerungen, um ihr den Wunſch einzufloͤßen, dort zu bleiben, und ſie gab bereitwillig ihre Zuſtimmung zu erkennen, Langley nach dem ſon⸗ nigen Suͤden zu begleiten und ſich dort mit ihm in Gegenwart einer neuen Mutter zu verbinden. Sie nahm die Mildred mit, die noch lange Zeit ziemlich ſcheu gegen ihre Herrin war, und begab ſich nach einem Abſchiedsbeſuche bei den Graͤbern ihrer Eltern auf ihre dritte und letzte Pilgerreiſe.
Die wenigen Jahre, welche vergangen waren, ſeit ſie mit ihren Eltern durch die Wildniß gezogen, hatten einige von den Wundern gewirkt, welche der Fleiß und Unternehmungsgeiſt der Menſchen in der neuen Welt zur Folge haben. Es waren Staͤdte gegruͤndet, Waͤlder gelichtet und Wege gebahnt worden, ſo daß ihre Reiſe nach Boſton weder anſtrengend noch langweilig war.
Von dort reiſ'ten ſie zur See nach Virginien ab und gelangten ohne Unfall nach Hauſe, wo Miriam von Mrs. Tyringham mit der Freude einer liebevollen Mutter aufgenommen wurde, und bald darauf dem, welcher ſeit ſo langer Zeit ihr Herz beſaß, auch ihre Hand gab. ann
Miriam wurde von einem Geiſtlichen der engli⸗ ſchen Staatskirche getraut, denn es gab zu jener Zeit noch keine andere Gottesverehrungsweiſe in Virginien,
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