Teil eines Werkes 
4r-6r Band (1851)
Entstehung
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letzte Band zerſchnitten wuͤrde; ihre letzten Worte, als ſie ihre Hand aus der ſeinen zog, waren:

Langley, nimm Dich der armen, alten Mildred an! Sie hat mich allerdings verlaſſen, aber es war aus Furcht, nicht aus Mangel an Zuneigung fuͤr mich. Nimm ſie mit Dir, wenn Du nach Hauſe zuruͤckkehrſt.

Langley antwortete nicht; er blieb in ſtummer Verzweiflung und unbeweglich wie eine Bildſaͤule da⸗ ſtehen; ſeine Gefuͤhle waren ſo ſtark, daß er faſt be⸗ wußtlos geworden war. Sein Auge rollte wild, wie das eines Nachtwandlers, und offenbar hatte er von dem, was um ihn vorging, keine genaue Idee. Mi⸗ riams Herz blutete, als ſie ſeinen traurigen Zuſtand be⸗

merkte, aber ſie dachte:

Es iſt am beſten, daß es ſo iſt fuͤr uns Beide am beſten.

Der Augenblick war erſchienen, der Sherif knuͤpfte mit zitternden Haͤnden den toͤdtlichen Knoten und erwartete dann das Zeichen von den Richtern.

Die Menge ſtand in athemloſem Schweigen und von der zunehmenden Ueberzeugung ihrer Unſchuld be⸗ druͤckt, da, die Richter nahmen Anſtand, das Zeichen zu geben, und der Geiſtliche hoͤrte eine Stimme in ſei⸗ nem Innern fluͤſtern, daß er fuͤr ſeinen Antheil an dem Werke edieſes Tages verantwortlich ſei.

In dieſem Augenblicke, wo Miriams Schickſal nur noch an Einem Haar hing, erregte Tobias Harps⸗ field, der, von Daͤmonen gepeitſcht, an jenem Morgen