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tiefen Nachdenkens ſagte der Capitain mit ſchwacher, zit⸗ ternder Stimme:
„Gregor, weißt Du, was fuͤr ein Tag dies iſt?“
„Der zehnte Mai,“ antwortete Gregor.
„Ja, das weiß ich, aber weißt Du, wer an dieſem Tage geboren iſt?“
„Maſter Langley, Sir!“ ſagte Gregor zaudernd.
„Ja, Du haſt Recht, Gregor; wir pflegten dieſen Tag luſtig zu feiern. Einſt war es ein Tag der Freude, jetzt aber iſt es ein Tag des Kummers; jetzt iſt er nur der Geburtstag eines Todten und ſollte nicht mit luſti⸗ gem Gelaͤute, ſondern mit Trauerklaͤngen gefeiert werden, wie ſie verkuͤnden, daß wieder Einer in die ewige Hei⸗ math eingegangen iſt.“
Er hielt eine Weile inne und fuhr dann ploͤtz⸗ lich fort:
„Vielleicht iſt er aber doch nicht todt. Es iſt nicht ſicher, daß er todt iſt. Vielleicht lebt er noch, denn was wir jetzt wiſſen, haben wir nur durch das Geruͤcht er⸗ fahren und ich kann mich mitunter des Gedankens nicht enthalten, daß ich ihn noch ſehen und ſegnen werde, ehe ich ſterbe.“
Gregor hegte keine ſolche Hoffnung, aber er konnte es nicht uͤber ſein Herz bringen, den letzten Funken der Hoffnung in der Bruſt ſeines Herrn zu verloͤſchen.
„Es gibt im Leben nichts Gewiſſeres, Sir, als den Tod, und nichts Ungewiſſeres als das Geruͤcht. Was wir gehoͤrt haben, iſt von Leuten und von Orten gekom⸗


