Teil eines Werkes 
4r-6r Band (1851)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

8

treten oder unter die rauchenden Ruinen des Hauſes ihrer Geburt geworfen worden war.

Den Weißen kochte beim Anhoͤren dieſer furcht⸗ baren Geſchichten das Blut in den Adern. Einige von den Opfern, deren Schickſal jetzt mit ſo trium⸗ phirendem Jubel vorgefuͤhrt wurde, waren ihre Freunde, Andere ihre nahen Verwandten geweſen, und unter den Zuſchauern befanden ſich gar Manche, die noch den Verluſt von Frauen und Kindern betrauerten. Wenn ſie nicht eine ſo nahe Ausſicht auf Rache gehabt haͤtten, ſo wuͤrde es unmoͤglich geweſen ſein, ſie vom augen⸗ blicklichen Aufſpringen abzuhalten; aber die Scenen und Erinnerungen, die es ihnen vorfuͤhrte, machten ſie faſt wahnſinnig.

Die Anfuͤhrer ſtellten zu wiederholten Malen vor, daß es am beſten ſein wuͤrde, zu warten, bis das Feſt voruͤber ſei und die muͤden Wilden ihre Orgien ver⸗ ſchliefen, als ſie aber endlich die Scalpe ihrer Ver⸗ wandten, Freunde, Frauen, Kinder, Bruͤder und Vaͤter heraufbringen und an Stangen haͤngen ſahen, um die die Wilden triumphirend tanzten, ließen ſie ſich nicht laͤnger im Zaume halten. Langley und Harold erklaͤr⸗ ten fluͤſternd, aber entſchloſſen, daß, wie tuͤckiſch und blu⸗ tig auch der Anfall geweſen ſein moͤge, ſie ſich doch nicht uͤberwinden koͤnnten, bis zur vorgeſchlagenen Stunde zu warten, wo die entwaffneten Indianer durch Trunkenheit bewußtloſe und unwuͤrdige, des Widerſtan⸗