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ich— ich war gezwungen zuzuſehen und unfaͤhig ihnen Hilfe oder Troſt zu gewaͤhren, außer dadurch, daß ich mich an den Himmel wendete und meine Gebete zu
ihm hinaufſchickte.
„Aber denkt nicht, meine Bruͤder und Schwe⸗ ſtern,“ fuhr er mit zunehmender Gluth fort,„denkt nicht,
daß ich mich uͤber meine Leiden fuͤr die Sache der
Wahrheit und Froͤmmigkeit beklage. Es iſt eines von den unabaͤnderlichen Geſetzen des Hoͤchſten, daß alles Gute hier ſowohl wie jenſeits durch Opfer erkauft wer⸗ den muß, und da ein reiner und frommer Glaube die groͤßte aller Segnungen unter dem Monde iſt, ſo muß er auch durch die groͤßten menſchlichen Leiden erlangt werden. Mag Keiner, der mich hoͤrt, ſcheu werden, mag Keiner an beſſern Zeiten verzweifeln, weil ſie nicht ſchon da ſind; bedenkt, daß die mit den Pfei⸗ len des Himmels belaſtete ſchwarze Wolke der Verkuͤn⸗ der eines helleren Sonnenſcheines iſt, daß wir, nachdem wir durch die tiefen Schatten des kalten, eiſigen Wal⸗ des gegangen ſind, ploͤtzlich in das Gebiet des Lichtes und der Waͤrme treten. Glaubt mir— ſeit uͤberzeugt, daß die Zeit nahe bei der Hand iſt, wo die Unterdruͤcker geſtuͤrzt werden und der liebliche Meſſias ſtatt des Ty⸗ rannen regieren wird.“
In dieſem Augenblicke, wo die lauſchende Gruppe von der Stille athemloſer Theilnahme umhuͤllt war, wurde der Prediger von einer lauten Stimme unter⸗ brochen, welche rief:


