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geſehen, ſo verſchieden war, daß er unwillkuͤrlich ſtehen blieb und einen Zuhoͤrer der Predigt abgab.
Er war ohne irgend eines von den aͤußeren Zeichen eines proteſtantiſchen Geiſtlichen. Statt eines Talars und der Baͤffchen trug er grobe Stoffe, die auf gleiche Art zugeſchnitten waren wie die Gewaͤnder des dama⸗ ligen Landvolkes, und ſowohl ſeine Redeweiſe, wie die Sitten verkuͤndeten, daß er nicht zu der Etikette der Staatskirche einexercirt worden war. Sein Geſicht war blaß und ſtreng und beſaß den auffallenden Ausdruck von Intelligenz wie moraliſcher Kraft; er trug ein ſchwarzes Sammetkaͤppchen, das ſeine Ohren bedeckte und ſeine Stirn frei ließ, und redete zu ſeiner kleinen Zuhoͤrerſchaft in eben ſo melodiſcher wie kraͤftiger Stimme. Er ſprach von der Verderbniß der Zeit, den Ausſchweifungen der hoͤheren Klaſſen und der mora⸗ liſchen Erſchlaffung des Volkes, welches durch Jener Beiſpiel irre geleitet worden ſei. Er ließ ſich bitter gegen die Neuerungen der Staatskirche und die Ver⸗ folgung Derjenigen aus, welche die Reinheit und Ein⸗ fachheit der apoſtoliſchen Zeiten wiederherzuſtellen ſuch⸗ ten. Um dieſes Letztere zu erlaͤutern, bezog er ſich auf ſeine eigenen Arbeiten und Leiden; er entbloͤßte ſeine Arme und zeigte die Spuren von Feſſeln an ſeinen Handgelenken; er deutete auf Striemen, welche er erdul⸗ det und deren Narben unverloͤſchlich auf ſeinen Schul⸗ tern geblieben waren, und als er endlich ſein Kaͤppchen gbnahm, bemerkte die in ehrerbietigem Schweigen zu⸗


