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6. Band, Königsmarke oder Alte Zeiten in der neuen Welt : 2. Theil (1840) Alte Zeiten in der neuen Welt
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und Güte, jenes letzte Erbſtück der Dankbarkeit, welches ein gutes Herz als ewiges Andenken gern werth und theuer hält.

Als er ſich umſah, was aus ihm werden und wie er Seele und Leib zuſammenhalten ſollte, nachdem die weni⸗ gen Reichsthaler, in deren Beſitz er noch war, in Rauch aufgegangen und mit dem, was geweſen, verſchmolzen wären, fühlte der junge Königsmarke, welchen man den langen Finnen nannte, weil er, freundlicher Leſer, in Finnland geboren und beinahe ſechs Fuß hoch war, ſich verſucht, in die neue Welt zu gehen.

Die Zeit war gekommen, wo die kecken Abenteurer die fröhlichen Jungen, welche ihr Erbtheil vergeudet; die jüngern Brüder, welche nie ein Erbtheil gehabt; die Hel⸗ den, die nach Ruhm ſtrebten; die aufſtrebenden Geiſter, welche Leib und Leben daran zu ſetzen geneigt waren, ſich Schätze zu erwerben, und endlich die frommen Neugläu⸗ bigen, die auf Alles gefaßt waren, Alles wagten, Alles duldeten wo alle dieſe ſammt und ſonders ihr Antlitz der untergehenden Sonne einem Lande zuwendeten, wo ſie theils ihr Glück machen, theils ſich der Gewiſſensfrei⸗ heit erfreuen konnten.

Königsmarke wußte, daß Schweden Anſprüche auf ein ausgedehntes Gebiet in Amerika hatte, und daß eine Niederlaſſung dort gegründet worden ſei. Mehr war ihm nicht bekannt. Er wußte nicht, daß dieſes Gebiet unter der Statthalterſchaft des Heern Pfeifer ſtehe, in deſſen