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Statthalter Lovelace nahm jetzt den alten Heern bei⸗ ſeite und ſagte leiſe zu ihm:
„Komm mit mir, wir wollen das junge Paar allein laſſen! Ich möchte ſchwören, die Sache wird zu unſerer Zufriedenheit ausgeglichen werden.“
Die beiden alten Herren verließen nun das Gemach.
„Chriſtina, du haſt heute eine ſolche Summe von Dankbarkeit auf mich gehäuft, daß ich dein ewiger Schuld⸗ ner bleiben muß. Darf ich dich bitten, ſie dadurch noch zu vermehren, daß du die Wünſche deines Vaters er⸗ füllſt? Ich ſpreche nicht von meinem eignen Glücke, ſon⸗ dern von dem ſeinigen. Unſere Verbindung wird ihm Freude machen.“
„Glaub' es nicht— hoff' es nicht,“ verſetzte Chri⸗
ſtina.—„O wie freue ich mich der Begebniſſe dieſes
Tages, welche mich in den Stand geſetzt haben, wenig⸗ ſtens einen Theil meiner Verpflichtungen gegen dich ab⸗ zutragen. Du haſt einſt mein Leben, meine Ehre geret⸗ tet, und ich habe, dir Gleiches mit Gleichem zu vergelten, mich nach Kräften bemüht! Das Vergangene iſt ſo weit ausgeglichen; was die Zukunft betrifft, ſo glaube nicht, daß ich je mein Schickſal unauflöslich an das eines Räu⸗ bers— oder wenigſtens eines Genoſſen von Räubern knüpfen kann. Da die Schuld der Dankbarkeit abgetra⸗ gen iſt, kann ich der Liebe nichts zugeſtehen.“
„Ein Räuber!“ rief der lange Finne aus und
bebte, erſchreckt und erſtaunt, vor ihr zurück,„ein Räuber!“
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