Teil eines Werkes 
6. Band, Königsmarke oder Alte Zeiten in der neuen Welt : 2. Theil (1840) Alte Zeiten in der neuen Welt
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zu beben— aber jetzt erkläre ich dir,— dieſer junge Mann iſt mein Verlobter— Liebe und Dankbarkeit ha⸗ ben mich für alle Zeiten an ihn gefeſſelt, und wenn ihn die Streiche der öffentlichen Schande treffen, wenn er mit den indianiſchen Sclaven in die Knechtſchaft verkauft wird, ſo wird er nicht allein, auch ich werde dieſe Streiche, dieſe Ketten fühlen. Auch mein Vater wird in kurzer Friſt ein kinderloſer Greis ſein und auf ſeinen Schultern eine Bürde von Elend tragen, welche größer iſt, als ſelbſt die Laſt ſeiner Jahre. Bedenke all dies und fühle, wie mein Vater und ich für dich fühlen würden, wenn du und deine Tochter vor uns ſtänden und euer Schickſal in unſern Händen wäre. Vielleicht haſt du eine Tochter?“

Der ritterliche, gute alte Herr trocknete ſich die Au⸗ gen, eilte raſch an das Kamin und zog die Klingel haſtig.

Ein Diener trat eilig ein.

„Meinen Wagen, ſogleich! Hörſt du? ſogleich!“

Er ſetzte ſich nun an ſeinen Tiſch und beſchäftigte ſich mit Schreiben, bis der Diener eintrat und ankün⸗ digte, der Wagen ſei bereit.

Lovelace ſtand auf, näherte ſich Chriſtina und gab ihr den Brief, den er eben geſchrieben.

„Du ſollſt ihm ſelbſt die erſte Nachricht bringen, meine Tochter, denn als ſolche betrachte ich dich,“ ſagte Lovelace.„ Beſteige mit deinem Vater den Wagen, fahre in das Gefängniß, gib dieſe Zeilen dem Aufſeher, und mögen die, welche vor Schritten, wie der deinige, beben, nie die Wonne fühlen, der du nun entgegen gehſt.