lehrt, einander zu beißen, und wir ſind die Hirſche, die frei und wild in den Wäldern umherſtreifen.“
Königsmarke verſuchte nun, den Unterſchied zwiſchen dem Menſchen und den Thieren auseinander zu ſetzen; er ſagte, jener werde durch die Vernunft geleitet, dieſe aber nur durch den Inſtinkt, daher ſie auch auf der Stufen⸗ leiter der Natur tiefer ſtänden.
Ollentangi läugnete jedoch hartnäckig, daß irgend ein Unterſchied dieſer Art beſtehe, indem die Thiere überall klüger ſeien, als der Menſch.
„Der Biber,“ ſagte er,„baut beſſere Häuſer, als ein Indianer, und der Fuchs wohnt im Winter beſſer, als wir. Wären wir von Natur ſo vernünftig, wie ſie, ſo würden wir uns, wenigſtens für den Winter, unter⸗ irdiſche Wohnungen bauen. Es iſt waͤhr, eure weißen Männer bauen beſſere Häuſer, wie die Biber, und haben beſſere Wohnungen, wie die Füchſe— aber um ſo weit zu kommen, ſeid ihr ein entartetes, unglückliches Geſchlecht von Sclaven geworden, welche nichts thun, als ſich vom Morgen bis in die Nacht abzumühen und Alles zu kaufen und zu verkaufen, von euerm Schöpfer an bis zu den unbedeutendſten Dingen, die ihr beſitzt. Ihr ſeht daher, daß ihr nicht ſo viel guten Verſtand habt, als ihr glaubt, um das Licht der Natur zu überbieten, indem dieſes euch, allen euern Nachrichten zufolge, doch zuerſt geleitet haben muß, um alle eure früheren geglaubten Verbeſſe⸗ rungen zu Stande zu bringen.“


