Königsmarke bemühte ſich nun, dem Geiſte des ar⸗ men Wilden einen beſtimmten Begriff von dem Unter⸗ ſchiede zwiſchen Vernunft und Begeiſterung beizubringen, von welcher letzteren er behauptete, ſie ſei die Quelle der chriſtlichen Religion.
Ollentangi ſchüttelte den Kopf.
„Ja,“ ſagte er,„ſo ſagen uns eure Beutelſchneider und Beſchwörer. Sie behaupten, der große Geiſt gebe ſeinen Willen durch ſie kund. Aber wir glauben es nicht, weil es gewiß iſt, daß der große Geiſt, wenn er ſeinen Willen verkündigen wollte, dies durch die Häuptlinge des Skammes und nicht durch ſolche verächtliche Geſellen thun würde.“
In der That, je länger ſich Königsmarke mit dem alten Indianer unterhielt, deſto mehr überzeugte er ſich, daß es unmöglich ſei, ihm die einfachſten Elemente unſe⸗ rer geſelligen und religiöſen Anſichten begreiflich zu ma⸗ chen. Noch lange vor Anfang des Winters ward es dem langen Finnen unwiderſprechlich klar, daß jede Glaubens⸗ form dem Zuſtande der Geſellſchaft und dem Fortſchritt der geiſtigen Bildung angepaßt ſein müſſe, und daß jeder Verſuch, ein Glaubensſyſtem zu verbreiten, das dem einen oder andern widerſtreitet, nothwendig ganz fehlſchlagen, oder wenn es auch theilweiſe glückte, große moraliſche Uebel zur Folge haben müſſe.
Viele andere unterhaltungen fanden zwiſchen Königs⸗ marke und dem alten Indianer ſtatt; was wir aber be⸗
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