Teil eines Werkes 
5. Band, Königsmarke oder Alte Zeiten in der neuen Welt : 1. Theil (1840) Alte Zeiten in der neuen Welt
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wir Ackersleute geworden ſind, ſo haben wir weder Pelze, um Tauſch zu treiben, noch ein Mahl, um uns vor Hun⸗ ger zu ſchützen. Was unſere Religion betrifft, fuhr er fort,ſo glauben wir ſie zu verſtehen, was mehr iſt, als wir von der eurigen zu ſagen im Stande ſind. Un⸗ ſere Religion iſt unſerm Naturſtand angepaßt; ſie iſt mit unſern Sitten und Gewohnheiten verkörpert und wir müſſen dieſe ändern, ehe wir geeignet ſind, Chriſten zu werden. Ihr könnt uns bald zu ſchlechten Indianern machen, aber ihr werdet uns nie zu guten weißen Leuten machen. Seid überzeugt, daß wir, ſo lange wir Wild genug in den Wäldern und Steppen haben, nie Ackers⸗ leute werden, noch unſere Kinder in die Schule ſchicken, noch an eure Götter glauben.

Ihr ſprecht von unſern Göttern, Ollentangi, ſagte Königsmarke,wir glauben nur an Einen Gott!

Ja; aber dann habt ihr einen guten Geiſt und einen böſen Geiſt, und euer guter Geiſt iſt, eurer eige⸗ nen Lehre zufolge, nicht ſo mächtig, als euer böſer Geiſt, der nicht allein eure Welt mit Sünde und Uebel erfüllt, ſondern auch eine weit größere Menſchenmenge mit ſich entführt, als euer guter Geiſt. Nach dieſem dürfte es ſcheinen, er ſei der mächtigſte unter den beiden. Ueber⸗ dies haben mich eure ſchwarzen Röcke verſichert, der gute

Geiſt beſtehe aus drei, ganz gleichen, guten Geiſtern;

daher müßt ihr auch mehr als einen Gott haben. Königsmarke bemühte ſich, dem Indianer das Ge⸗ 6 16*

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