Teil eines Werkes 
5. Band, Königsmarke oder Alte Zeiten in der neuen Welt : 1. Theil (1840) Alte Zeiten in der neuen Welt
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Gicht, der gewöhnlichen Krankheit der alten Indianer, unterworfen war, in behaglicher Muße, welche er vor⸗ züglich dem Tabackrauchen weihte. Ollentangi galt als einer der weiſeſten Männer ſeines Stammes und war in der That, ſo weit das Licht der Natur ihn leiten konnte, zu dem Namen eines Weiſen berechtigt. Wäre der Zufall ihm günſtig geweſen, ſo hätte er leicht ein Solon oder Sokrates werden können.

Mit dieſem alten Manne unterhielt ſich Königsmarke oft über Sitten, Geſetze und Lebensweiſe der Indianer und deren Verhältniß zu den geiſtigen und ſittlichen Fort⸗ ſchritten anderer Völker, und mußte oft über den Scharf⸗ ſinn ſtaunen, mit welchem der Greis das höhere Glück und die höhere Tugend der Wilden hervorzuheben wußte.

Es war die Anſicht des alten Mannes, der große Geiſt habe die rothen Männer für den Schatten, die Weißen aber für den Sonnenſchein geſchaffen, und jene für die Jagd, dieſe für die Arbeit beſtimmt.

Eure ſchwarzen Röcke, pflegte er zu ſagen,wol⸗ len, daß wir glauben, wie ſie glauben, und leben, wie ſie leben. Sie ſagen, wir müßten uns daran degeben, unſere Wälder zu begränzen, Zäune und Gehege aufzu⸗ führen, und mit Pferden und Ochſen zu pflügen. Wer ſagt uns aber, was einem Jeden gehört, damit wir dem⸗ gemäß Zäune und Gehege aufrichten? Woher ſollen wir Pferde und Ochſen nehmen? Wir haben nichts als Pelze dafür zu geben und wenn wir aufhören zu jagen, ehe