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„Zu— zu— ihr gehen?“ ſtotterte unſer Held:— „Gewiß, ihr könnt nicht glauben—“
„Ich glaube eben, was ich ſage, ich verſichere es euch. Ich hoffe, ihr laßt ſie nicht länger auf euch warten?“
Und Madame lächelte wieder.
„Was mag dies heißen?“ dachte Sybrandt, während er faſt mit demſelben Eifer, den ein Mann beweiſ't, der im Begriffe iſt, gehängt zu werden, auf die Thüre zuſchlich.
„Ich werde Catalina ſagen, wie eifrig ihr waret, ſie zu ſehen.“
„Sie müſſen glauben, ich hätte kein Gefühl, oder es fehlt ihnen ſelbſt daran,“ dachte er und dieſer Gedanke erregte die ihm inne wohnenden Kräfte. Er ſchritt in das anſtoßende Zimmer, als wenn er ſein Regiment in die Schlacht führte.
„Keine ſo wilde Miene, ſonſt erſchreckt ihr meine Tochter,“ ſagte Madame.
Aber Catalina war bereits außer ſich vor Schrecken. Sie war zu ſehr damit beſchäftigt, ihre Selbſtbeherrſchung zu ſammeln, um zu ſehen, wie Sybrandt ſich darſtellte. Wirklich war er mehrere Secunden in dem Zimmer, ehe eines von Beiden ein Wort hervorzubringen im Stande war. Endlich begegneten ſich ihre Augen und die unge⸗ wöhnliche Bläſſe, welche Eines in dem Antlitz des Andern bemerkte, ergriff plötzlich Beider Herzen.


