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ohne Herz, ohne Verſtand; und Oberſt Gilfillan iſt, obgleich er tauſend gute Eigenſchaften, oder vielmehr die Anlagen dazu, beſitzt— ich fürchte, nein, ich weiß es, kein Mann von Unbeſcholtenheit und Ehre.“
„Kein Mann von Ehre?“ rief Mrs. Aubineau wieder und hob Augen und Hände himmelan.—„Nun, er hat doch ſechs Duelle ausgefochten.“
„Aber er bezahlt weder ſeine Schulden, noch hält er ſeine Verſprechungen.“
„Er würde mit einem feurigen Drachen kämpfen.“
„Ja— aber es gibt Leute, und zwar ſehr fried⸗ fertige Leute, vor denen er ſich ziemlich fürchtet— ſeine Gläubiger, ehrliche Gewerbsleute dieſer Stadt,“ ſagte Catalina lächelnd.„Ich nahm neulich ſein Geleite an und war ſehr erſtaunt, als er mich bat, den Weg durch eine kleine, enge, ſchmutzige Straße zu nehmen. Nach einer kleinen Weile beſann er ſich anders, und lag mir eben ſo ſehr an, in eine andere Straße zu treten. Ich hielt es nicht für nöthig, in ſeine Wünſche zu willigen, und wir trafen bald auf einen Kaufmann, der angelegentlich bat, mit dem Herrn Oberſten ein Wort zu wechſeln.„Zum T— l mit einem ſo unverſchämten Schurken!“ rief der Oberſt in mächtigem Zorne und zog mich faſt roh entlang, indem er murrte:—„Ein unverſchämter Schurke, der einen Gentleman auf der Straße bedrängt.“
„Nun?“


