Während die jungen Schönen die Verdienſte des ſchnupftabaksfarbenen Gewandes unſeres Helden kritiſir⸗ ten, unterſuchten die Mütter ſeine andere Fähigkeiten.
„Man ſagt, er werde unermeßlich reich werden,“ ſagte Mrs. van Dam. „Sollte dies wirklich der Fall ſein?“ rief Mrs. van
Borſum.
„Ja, er hat zwei rinderloſe Oheime, reich, wie Kröſus.“
4„Kröſus? Wer iſt der Mann? ich kenne ihn nicht.“
4„Ich glaube, ein reicher Kaufherr von London.“
„Gut. Iſt es aber auch gewiß, daß er die zwei reichen Oheime beerbt?“
1„O, ganz gewiß. Der Eine hat ihn als Sohn ange⸗ nommen und der Andere wird ein Teſtament machen und ihm alles überlaſſen, was er beſitzt.“
„Wie Schade, daß er einen ſolchen Zlatterſinn hei⸗ rathet, wie dieſe Miß Vancour.“
„O, ſehr, ſehr Schade, es thut mir wirklich leid. um des jungen Burſchen; er verdiente eine beſſere Frau?
3 Und ſie vachte an ihre Tochter.“
„Das iſt gewiß— ganz gewiß!“ wiederholte die
andere Dame und dachte an ihre Tochter. Sie began⸗
nen beide an dem Adjutanten zu verzweifeln und die
Militär⸗ und Civil⸗Würdenträger aufzugeben. Der nächſte
Gegenſtand ihres Chrgeizes war daher ein reicher Provinzler. Nicht viele Stunden nach dieſer Unterhaltung wurde
unſer Freund Sybrandt dieſen guten Damen auf ihr


