Teil eines Werkes 
4. Band, Des Holländers Heerd : 2. Theil (1838)
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Hauptvorzug daher ab, daß ihre Großmutter einmal mit dem Statthalter zu Mittag geſpeiſ't und ſeiner Gemah⸗ lin an dem Tiſche zur Rechten geſeſſen hatte.

Wenn Sybrandt, der arme, unbekannte Sybrandt, Pber nichts zu ſeiner Empfehlung hatte als Talente,

elehrſamkeit und ein unerſchrockenes Herz, wenn er durch die Pracht und Würde einer ſo hohen Geſellſchaft, wo faſt alle von Adel waren, gleichſam geblendet wurde wer kann ihn tadeln? Und wenn er bei dem Vergleiche ſeines ſchnupftabaksfarbenen Gewandes mit den ſchim⸗ mernden Uniformen der Adjutanten und Offiziere, trotz ſeiner ſelbſt ein Bewußtſein von Unterordnung fühlte wer wird ſich wundern? Und wenn er, bei einem Blicke auf die dicken Perücken der Richter und auf den unge⸗ heuern Umfang jener Reifröcke, in welchen die Schön⸗ heiten von New⸗York ſich wie in einem von ihnen abhän⸗ gigen Weltall bewegten und ſchwangen, in ſeinem inner⸗ ſten Herzen zitterte, ſo dürfte man deßhalb doch ſeinen Muth noch nicht in Zweifel ziehen.

Dieſem Gewichte des Selbſtbewußtſeins ſeiner Unter⸗ ordnung, welches auf der Beſcheidenheit ſeines Charakters laſtete und ſeinen Geiſt ſo zu ſagen in einen Nebel unbe⸗ holfener Verlegenheit hüllte, geſellten ſich verſchiedene andere Gründe des Aergers bei. Als das Geflüſter ſich ringsum hören ließ, er ſei der ländlichebeau, der Zukünftige der Königin des Tages, der Schönſten in New⸗York, würde die neugierige Unterſuchung, der er