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Schon am nächſten Abend nach ſeiner Ankunft trat Sybrandt zum erſten Mal in ſeinem ſchnupftabaksbrau⸗ nen Gewande in einer großen Geſellſchaft auf, welche ſeine Excellenz der Statthalter zu Ehren des Geburts⸗ tags des Königs gab. Die ganze Ariſtokratie der Stadt war bei dieſer Gelegenheit verſammelt und mehrere Per⸗ ſonen von hoher Bedeutung verzögerten ihre Erſcheinung bis faſt ſieben Uhr, um der Feierlichkeit dadurch einen noch höhern Glanz zu geben. Die Reifröcke und Friſu⸗ ren waren rieſenhaft, und man erzählt von mehr als einer Dame, ſie ſei, den Kopf aus dem einen, und den Reifrock aus dem andern Wagenfenſter ſteckend, in dieſe berühmte Geſellſchaft gefahren. Es iſt wahr, ihre Aermel waren nicht ſo üppig bauſchig, wie es eine ele⸗ gante Mode neuerer Zeit vorſchrieb; auch war es nicht möglich, den Arm einer Dame für ihren Leib zu neh⸗ men, wie es in unſern Tagen von kurzſichtigen Stutzern geſchehen ſein ſoll, deren einer, wie mir glaubwürdige Zeugen berichteten, ſeinen Arm um den Aermel ſtatt um die Hüfte ſchlang, als er im letzten Winter einen Wal⸗ zer mit einer eben von Paris zurückkehrenden Schönen tanzte. Mancher kleine, ſtarkgeſpitzte Atlasſchuh mit hohen Abſätzen und in Schnallen von falſchen Edelſteinen fun⸗ kelnd, that dieſe Nacht ſeine Wirkung; beſonders prunkte eine alte Dame in allem Stotlze ihrer ſelbſtbewußten Ueberlegenheit mit einem Paar Handſchuhe, welche ihre Mutter an dem Hofe des galanten Karl des Zweiten


