Teil eines Werkes 
4. Band, Des Holländers Heerd : 2. Theil (1838)
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Achtes Kapitel. Ein Held in ſchnupftabaksfarbnen Beinkleidern.

Wenige Tage darauf langte Sybrandt in ſeinem ſchnupftahaksbraunen Gewande an, das ſchon an ſich hin⸗ reichte, die glänzendſten Ausſichten des begünſtigſten Liebha⸗ bers zu Grunde zu richten. Man denke ſich den Kontraſt mit der Pracht und Herrlichkeit eines Adjutanten? Die ſchar⸗ lachrothe goldverbrämte Uniform, die glänzenden Spor⸗ nen, die reichen ſtrotzenden Achſelbänder! Der arme Sybrandt! Welche Ueberlegenheit des Innern konnte die⸗ ſen äußern Prunk aufwiegen!

Catalina empfing ihn ich wüßte nicht zu ſagen, wie! Sie wußte es ſelbſt nicht, und wie ſollte ich es wiſ⸗ ſen? Es war ein wunderliches, unbegreifliches, unbeſchreib⸗ liches Gemiſch von gekünſtelter Gleichgiltigkeit und gekün⸗ ſtelter Freude; von Furcht, zu wenig Gefühl zu zeigen, und Schrecken, zu viel an den Tag zu legen. Kurz, es war ein unbeholfenes Thun und Sybrandt's Benehmen

war dies in noch höherm Grade, da ein ſtarker Anfall

ſeiner alten Krankheit der Scheu und Verlegenheit plötzlich über ihn kam. Solch ein Wiederſehen iſt oft das Vorſpiel zu einer ewigen Trennung geweſen.

Paulding. IV. 5