Teil eines Werkes 
3. Band, Des Holländers Heerd : 1. Theil (1838)
Einzelbild herunterladen

266

Stunde! rief Sybrandt und ſchloß ſie in ſeine Arme: Ich kann euch nicht danken, Liebſte, aber ich bin glücklich!

und er lehnte ſein Haupt an ihre Schulter, über⸗ wältigt von ſeinen Gefühlen und den manchfachen Erre⸗ gungen dieſer begebnißreichen Stunde.

Ihr ſeid verwundet! rief Catalina plötzlich, als ſie ihn erblaſſen ſah.

Nein mein Glück die Freude überwältigt mich!

und abermals lehnte er ſein Haupt an ihre klopfende Bruſt.

Ein furchtbarer Schrei der Geliebten ſchreckte ihn auf und er ſah den todtenblaſſen Indianer, mit Blut bedeckt, den Arm gehoben, mit dem Meſſer in der Hand, dicht neben ſich. Ehe er zurücktreten und ſich zur Ver⸗ theidigung anſchicken konnte, war der Stoß geführt. Das Meſſer ſteckte in ſeiner Bruſt und er taumelte zurück, aber ſtürzte nicht. In einem Augenblick ſammelte ſich Sybrandt, wich einem zweiten Stiche aus und umfaßte den jetzt erſchöpften, todähnlichen Elenden, welchen er mit wüthendem Grimme zu Boden ſchleuderte. Der Todeskrampf überkam ihn jetzt, ohne jedoch das einzige Gefühl, dem er lebte, zu erſticken. Mit krampfhaftem Ingrimme wühlte er ſein Meſſer wiederholt bis zum Griffe in die Erde und mit einem neuen Stoße ver⸗ hauchte er ſeinen letzten Athem..

Die arme Catalina, deren Geiſt und Körper eine