Mit der einen Hand hielt er ſie feſt und mit der andern ſtieß er den Indianer plötzlich unter ſich weg; dieſer glei⸗ tete über den Rand, hielt ſich aber noch mit der Kraft der Verzweiflung an den Füßen des jungen Mannes, der nun mit beiden Händen die Epheuwurzel umklam⸗ merte und ſich bemühte, den Indianer von ſich loszu⸗ machen.—
Einige Minuten lang waren alle ſeine Anſtrengungen umſonſt und dienten nur, die ihm noch bleibende Kraft zu erſchöpfen. Da er fühlte, daß er allmählich ſeinen Anhalt fahren laſſen müſſe und jeden Augenblick ſchwächer und ſchwächer würde, nahm er ſich noch einmal zuſam⸗ men. Er entzog den Fäuſten des Indianers einen ſeiner Füße und ſtieß ihm denſelben mit ſolch krampfhafter Gewalt in das Geſicht, daß er ſeinen Halt verlor und auf die ſpitzen Felſen ſtürzte, welche unten aus dem Becken emporſtanden. Catalina hörte den ſchweren Fall ſeines Körpers und ſank, da ſie nicht wußte, wer gefal⸗ len war, ohnmächtig zurück. Sybrandt erhob ſich lang⸗ ſam und mit großer Mühe und eilte ſo ſchnell als mög⸗ lich zu ihr hinab. Sie erwachte in ſeinen Armen und kam allmählich zu einem Bewußtſein von all dem, was vorgegangen war.
„Ihr hier bei mir?“ ſagte ſie endlich und blickte zärtlich auf:—„Ihr hier bei mir? und doch habt ihr
Gott gedankt, daß ich abreiſe?“ „Könnt ihr nun den Grund einſehen, liebe Cata⸗


