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der Tiefe unten ſah ſie das raſche Heben ihres Athems. Die Flinte war in dem Streite weggeworfen worden und ſie kämpften nun, Glied gegen Glied, Herz an Herz. Mehr denn einmal verſuchte der Indianer, ſein Meſſer zu ziehen, Sybrandt gab aber ſeinen beiden Händen ſo volle Beſchäftigung, daß er ſeinen Zweck nie erreichte. Aber die Kraft des Jünglings ſchwand nun allgemach, denn Sorgen und Nachtwachen hatten ihn in der letzten Zeit geſchwächt. Der Indianer fühlte das Zittern ſeiner Glieder und hörte mit wildem Entzücken die wachſende Schnelligkeit ſeines Athmens. Er verdoppelte ſeine Anſtren⸗ gungen; er umſchlang ihn feſt mit ſeinen Armen, hob ihn frei empor und drängte ihn gegen den Rand des Abgrun⸗ des. Sybrandt faßte ſeine ganze Kraft zuſammen; er ſtemmte den einen Fuß gegen den Felſen und mit einer raſchen Bewegung des andern brachte er den Indianer aus dem Gleichgewichte. Beide ſtürzten an dem äußer⸗ ſten Rande des Felſen, über welchen ihre Füße ragten. Sybrandt war zu oberſt, dies war aber kein Vortheil für ihn, denn der Indianer war durch gewaltige Anſtrengun⸗ gen im Stande, ſich allmählich vorzuſchieben, bis beide an dem äußerſten Felsrand und über der Tiefe ſchwebten, da er entſchloſſen war, eher mit ihm zu Grund zu gehen, als ſeinen Zweck zu verfehlen. Noch ein Augenblick und alles war geſchehen; da bemerkte Sybrandt glücklicher⸗ weiſe eine Epheuwurzel, die aus dem Felſen ſtand und zu erreichen war. Er faßte ſie und ſie bot einen Anhalt.
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