ein fahles, kränkliches Gelb zu zeigen und jeden Augen⸗ blick fiel ein Theil des buntfarbigen Gewandes der Wälder raſchelnd nieder, um ſich wieder mit dem Staube zu vermiſchen, welcher ihm Leben und Reife gegeben. Alles war ruhig und ſchön und rührend. Es war die Schön⸗ heit, welche in dem Bewußtſein der ihr noch beiwohnen⸗ den Lieblichkeit lächelt, aber in der Gewißheit ſeufzt, daß ihre Jugend dahin iſt; daß ſie bereits die Gipfelhöhe des Lebens erreicht hat und nun in das Thal niederſteigt, und daß die Ausſicht noch ſchön in das Auge lacht, aber doch von Tag zu Tag an Reiz und Ausdehnung verliert, bis ſie den Punkt erreicht, jenſeits deſſen nichts mehr iſt, als die Ewigkeit.
Die weißen Rauchſäulen ſtiegen kerzengerade empor, von keinem Windhauche gekräuſelt, und dem ſinnigen Auge Bilder ländlichen Glückes hier und reiner, geiſtiger Wonne jenſeits darbietend. Aber Catalina's Gefühle waren nicht der Art, daß ſie ſich der rührenden Schön⸗ heit der Landſchaft, oder der Gedanken, zu denen ſie natürlich hinleitete, hätte freuen können. Sie verfolgte den Pfad in ſchmerzlichem Sinnen, bis ſie die kleine,
ruhige Thaltiefung erreichte; ſie ſetzte ſich nieder und
verlor ſich bald in dem Labyrinthe ihres Grams und ihrer Leiden.
Die Wohnung des Herrn Dennis Vancour lag auf einem kleinen Hügel, welcher die ausgedehnten Wieſen, die ſich den Fluß entlang zogen, überſchaute; von dem


