Teil eines Werkes 
3. Band, Des Holländers Heerd : 1. Theil (1838)
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fleißigſten und die nützlichſten Gelehrten, welche vielleicht je gelebt haben, für ihre Bemühungen in der Sache der Gelehrſamkeit und der Freiſinnigkeit geſchirmt und belohnt. Frankreich, Italien und England haben den Ruhm der Gelehrſamkeit, der Wiſſenſchaft und Philoſophie eifer⸗ ſüchtig für ſich in Anſpruch genommen; wenden wir unſere Blicke aber der Geſchichte zu, ſo werden wir finden, daß die gebildete Welt den Niederlanden wenigſtens eben ſo viel zu danken hat, und daß der geiſtige Aufſchwung, hätte er einen Zeitabſchnitt hindurch, der ein Jahrhundert oder mehr umfaßte, hier keine Zuflucht gefunden, aller ⸗Wahrſcheinlichkeit nach erſtickt, wenn nicht ganz ertödtet worden wäre.

Dominie Stettinius hatte ſich den Wiſſenſchaften eifrig hingegeben und war nun ein gründlicher Gelehrter. Dies war eine Auszeichnung in jenen Tagen, wo es jahrelanger Arbeiten bedurfte, um jene Kenntniſſe einzu⸗ ſammeln, die in tauſend gewichtigen Folianten zerſtreut waren und jetzt in Enzyclopädien, Wörterbüchern und Compendien der mannichfachſten Art geſammelt und geſichtet ſind.

Aber der Dominie war nur ein Gelehrter und ein frommer Geiſtlicher; er beſaß keine Vorzüge außer ſeiner Gelehrſamkeit, und achtete auch keine andere; ſeine Sitten waren einfach, faſt rauh, und die Nüchternheit ſeines Sinnes war ſo groß, daß er, obgleich einer der gut⸗ müthigſten Erdenbewohner, das Lächeln, die Heiterkeit