Teil eines Werkes 
3. Band, Des Holländers Heerd : 1. Theil (1838)
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ausgeſtochen hatte, hegte er einen tödtlichen Widerwillen gegen Jeden, der dieſe Uniform trug. Er war ein Feind des neuen Erziehungsſyſtems, das täglich in der Pro⸗ vinz ſich mehr ausdehnte, und der tauſend Neue⸗ rungen, zu welchen die neuen Lehrer Veranlaſſung gegeben hatten. Die jungen Modemänner waren Gecken und die jungen Modedamen zu nichts gut, als zu tanzen, umherzuflattern und ſich von den Rothröcken zum Beſten halten zu laſſen.

Aus dieſen und verſchiedenen anderen weſentlichen Gründen faßte er den Entſchluß, ſein Adoptiv⸗Sohn ſollte eine häusliche Erziehung erhalten und der Sorge des guten Dominie Stettinius, des Paſtors der Gemeinde, anvertraut werden. Der Dominie war ein feſter Pfeiler der reformirten holländiſchen Kirche, ein gründlicher Gelehrter, und ein Mann von großer Frömmigkeit und Einfachheit des Charakters zumal. Er war auf der berühmten Univerſität Leyden gebildet worden, auf dieſer weltbekannten gelehrten Pflanzſchule, wo Eras⸗ mus, Grotius, Grävius und tauſend andere berühmte Gelehrte ihre Bildung erhalten hatten; und wo Scaliger, Salmaſius und tauſend berühmte Lehrer von Zeit zu Zeit die Lehrſtühle ſchmückten. Zu Leyden in den Vereinigten Niederlanden fanden Gelehrte Schutz vor pfäffiſcher Frömmelei, hier behauptete ſich die Freiheit des Denkens, Redens und Schreibens gegen die Verfolgungen von Kirche und Staat; hier wurden die größten, die

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