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Madame Vancour, wie ſie auszeichnungsweiſe ge⸗ nannt, wurde, war zu New⸗York geboren und erzogen, und hatte faſt gleich viel von dem Geblüte des achten Holländers, des Engländers und des Hugenotten in ſich. Da Ney⸗York damals die Reſidenz des engliſchen Statt⸗ halters war, ſo war es auch natürlich der Mittelpunkt der Mode. Der Statthalter ſpielte den Monarchen im Kleinen, und da ſtets eine brdeutende Truppenmaſſe in der Stadt in Garniſon lag, ſo wimmelte der Ort von Rothröcken, wie einige unſerer Speiſegewölbe jetzt von geſottenen Krebſen. Dieſe rothen Mavorsſöhne waren das Hauptziel des Ehrgeizes unſerer Stadtſchönen, und glück⸗ lich war das Fräulein, und ſtolz die Mutter, welche ihr Geſchick und ihre Familie mit dem Lieutenant einer Compagnie brittiſcher Grenadiere verſchmelzen konnte Seine Excellenz hatte, wie ſo viele andere Excellenzen, eine Menge Aids⸗de⸗camp, welche ſeinen Hofſtaat aus⸗ machten, ſeine Einladungskarten ſchrieben, Neuigkeiten ſammelten und an der Tafel vorſchnitten. Dieſe wichtigen Dienſtleiſtungen berechtigten ſie natürlich zu großer Aus⸗ zeichnung im Kreiſe unſerer Provinz⸗Schönheiten, und es wird in den Sagen und Ueberlieferungen aus jener Zeit erwähnt, daß die guten New⸗Yorker Frauen die Nacht vor einem Balle in des Statthalters Palaſte nie eines ruhigen Schlafes ſich gefreut, weil der Gedanke ſie quälte, ob ihre Töchter mit einem ſolchen Adjutanten tanzen würden. Manchmal erniedrigten ſie ſich ſo weit,
Paulding III. 2


