Teil eines Werkes 
3. Band, Des Holländers Heerd : 1. Theil (1838)
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vergönnt, ſeine Schwelle zu überſchreiten. Hier wurden die Familien⸗Erbſtücke heilig aufbewahrt: Stühle mit hohen und bauſchigen Rücken und mit geſtickten Seiden⸗ ſitzen aus demalten Lande; ein Brüſſeler Teppich; zwei große chineſiſche Gefäße auf jeder Seite des Kamins, faſt fünf Fuß hoch; und der Schatz aller Schätze, eine holländiſche Kommode, genau wie die, welche man jetzt zu Hampton Court ſieht und welche von König Wilhelm herrührt, ſo überreich und doch ſo geſchmackvoll und koſt⸗ bar verziert mit meſſingnen Angeln und einem faſt die halbe Vorderſeite bedeckenden Schloſſe, das, wenn es gehörig geputzt war, wie es denn jeden Tag geſchah, prachtvoll in die Augen blitzte. Das Meſſing hatte ein Silberweiß, einen zarten Glanz, wie es die falſche Nach⸗ ahmung unſerer entarteten Tage nimmer zeigt. Aber der geſchätzteſte und ſchätzbarſte Theil der Ausſchmückung des Gemaches war eine Anzahl ſchöner Gemälde aus der Flamändiſchen Schule, welche der ältere Herr Vancour aus Holland mitgebracht hatte und die ſeitdem bei einem Brande in dem Hauſe eines ſeiner ſpätern Nachkommen zu Grunde gegangen ſind. Das Haus lag eine kleine Viertelſtunde von dem

Fluſſe, in der Mitte einer herrlichen Wieſe, da und dort

mit einer großen uralten Ulme beſetzt, die wie ein mäch⸗ tiger Regenſchirm daſtand, unter welchen die müden Her⸗ den, gegen die Mittagsſonne geſchützt, wiederkäuend lagen. Vier ähnliche Bäume umgaben und verſteckten faſt das