IXVI
nicht— weil er, wenn ich ihm begegne und als Sieger ihm etwas ſtolz ins Geſicht ſchaue, mich
äußerſt erbittert anblickt, was dem gedemüthigten Huſaren gern zu vergeben iſt, da er ſich für ſeine Demüthigungen nicht rächen kann.— Allerdings ſieht ein einſichtvoller und rückſicht⸗ loſer Mann, wie Sie, von ſelber, daß die Traum⸗ bildnerei gerade wie die Schriftſtellerei ſich auch 4 zu guten herrlichen Zwecken(ich möchte mir ſchmei⸗ cheln, in der einen und in der andern, Beiſpiele gegeben zu haben) verwenden läßt. Ein Bene⸗ diktiner, erzählt Iſiburd(Breviar. num. 26.), hatte in der Nacht, vor dem Morgen, an wel⸗ chem er eine Purganz nehmen wollte, den Traum, daß er die Sache ſchon im Leibe habe; und ſiehe da, am Morgen war auch die Wirkung vorhan⸗ den, und die gekauften äußern Pillen brauchte er gar nicht zu verſchlucken.— Nun ließe ſich recht gut denken, daß ein Arzt die Abführmittel und Brechmittel, die er dem Pazienten verſchreibt, ihm ſo lange vorträumte, bis ſich Wirkung ein⸗ ſtellte. Ein Hofmedikus könnte zarten höheren Perſonen, ſtatt der ekeln Pillen, Träume einge⸗


