Teil eines Werkes 
1. Bändchen (1820)
Entstehung
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Daß die Menſchen ſich, ohne zu erröthen, über das Wetter beklagen und ärgern, iſt ein Be⸗ weis, wie die Empfindung die hellſte Einſicht über⸗ ſtimmt; es iſt blos eine Wiederholung der Lau⸗ ſanner Prozeſſe mit Raupen, und nicht einmal ſo gut als die alten Anklagen der zauberiſchen Wet⸗ termacher. Da jeder Nebelhimmel das Gebräude von Erde, Mond und Sonne iſt, und ſo unab⸗ änderlich entſteht, als die Nebelflecken des Stern⸗ himmels: ſo iſt es eben ſo viel Unſinn, wenn wir uns über unſere matte, bewölkte Sonne ärgern, als wenn wir über den noch mattern Sonnen⸗ ſchein der zahlloſen Milchſtraßen⸗Sonnen klag⸗

ten. In beiden Fällen wollen wir, daß ſich die

Welten nach uns nicht wir uns nach ihnen richten, und der Meteorſtein ſoll auf ſeiner lan⸗ gen Reiſe nach der Erde ſtets durch ein Abbeugen (Clinamen) epikuriſcher Atomen einige Schritte von unſerem Scheitel anlanden; und wir zanken und tadeln, wenn es nicht geſchieht, indeß blos wir freie und vorausſichtige Weſen zu tadein ſind, daß wir die gezwungene äußere Natur nicht genug berechnen, oder auch hartnäckig mehr un⸗ ſern Wünſchen nachtraben, als den fremden Him⸗