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ihrer Liebe in Zweifel zu ziehen, ſchien mein Bruder entſchloſſen zu ſein, vor keinem Opfer zurückzuſchrecken, um ſich das abſolute Monopol jener Zärtlichkeit zu ſichern, die ſein köſtlichſter Schatz geworden war. Laura's Launen und Gelüſte wurden nicht allein als⸗ bald befriedigt, ſobald ſie ſie ausſprach, ſondern auch im Voraus errathen und verwirklicht. Ihre Dank⸗ barkeit wurde beinahe täglich durch irgend eine neue Aufmerkſamkeit herausgefordert und aufgeboten. An⸗ geſichts einer ſo fortdauernden Hingebung, ſo ſinni⸗ ger und ſcharfſinniger Zuvorkommenheiten, ſo viel⸗ fältiger Opfer, war jede Nebenbuhlerſchaft, jede Con⸗ currenz, jeder Wetteifer unmöglich.
„In der That,“ ſagte Blanche eines Tages zu mir,„der Capitän iſt vollſtändig aus dem Felde geſchlagen. Er folgte Laura wie ihr Schatten; aber Hugh iſt eine Sonne, die immer im Zenith ſteht!“
Laura beſtätigte mir einige Tage ſpäter die Wahrheit dieſes Scherzes, indem ſie mir erklärte— ein ſeltenes und erhabenes Geſtändniß!— ſie ſei ganz zum Sterben in ihren Gatten verliebt.— „Ach, ich wünſchte nichts ſehnlicher,“ ſetzte ſie hinzu, „als daß ſich bald eine Gelegenheit böte, ihm meine Dankbarkeit durch irgend ein großes Opfer zu beſtätigen.“.
„Meine Liebe,“ erwiderte ich ihr,„die Gelegen⸗ heiten, deren Sie erwähnen, ſind ziemlich ſelten; allein man findet jeden Tag nicht minder werthvolle Veranlaſſungen, die uns geſtatten, durch vielfältige kleinere Opfer Denjenigen glücklich zu machen, den man liebt.“ 3 Dieſe Worte machten ſie nachdenklich, und ſie


